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Rezensionen zu bk] Walter Hasenclever. Eine Biographie der deutschen Moderne (Max Niemeyer Verlag 1994):

 

Kasties‘ Biographie von Hasenclever ist begleitend zu dieser Werkausgabe [d.i. D. Breuer, B. Witte (Hrsg.) Sämtliche Werke. 9 Bde., v. Hase & Koehler, Mainz: 1994ff] erschienen. Sie füllt eine literaturgeschichtliche Lücke. Denn was Kasties hier an Material zusammengetragen hat, wird kaum einer Ergänzung bedürfen. Zahlreiche Quellen unterstützen die Argumentation. Die Darstellung ist jedoch sowohl für den Wissenschaftler eine unerschöpfliche Fundgrube als auch für den interessierten Laien unterhaltsam und spannend zu lesen. (…) Bis heute ist nur wenig Authentisches über das Leben und die Persönlichkeit des Autors bekannt. Zu oft hat sich auch in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Hasenclever ein klischeehaftes und verzerrtes Bild durchgesetzt, das einer grundsätzlichen Revision bedarf. Erst die genaue Kenntnis der Lebens- und Schaffensumstände ist in der Lage, die gängigen Urteile und Mystifikationen zu korrigieren. (…) Bert Kasties enthält sich jeder Wertung, indem er die Fakten für sich selbst sprechen läßt und indem er jene Mythen und Klischees durch den Rückgriff auf die Quellen ersetzt. (Aachener Nachrichten, 31.1.1995)

 

Bert Kasties‘ new biography of the dramatist Walter Hasenclever (1890-1940), the first to be wittten on the basis of total access of the writer’s huge Nachlaß, is expensive but worth every Pfennig. (Richard Sheppard in Journal of European Studies XXV, 1995)

 

Und wenn man die mustergültig recherchierte, soeben bei Niemeyer erschienene Hasenclever-Biographie von Bert Kasties liest, wenn man liest von den letzten Stunden dieses wunderbaren Menschen, der im Lager Les Milles aus Angst (…) Veronal nahm in der Nacht zum 21. Juni - liest man auch diesen Satz des Joseph Roth mit Schauder. (Fritz J. Raddatz über Joseph Roth in Die Zeit, Nr. 14, 31. März 1995)

 

Da ein autobiographischer Roman wie Hasenclevers Irrtum und Leidenschaft durch wiss. Narrativität weder eingeholt noch überboten werden kann, konzentriert sich Kasties klugerweise auf das ruhige Zitieren und Kommentieren bisher unveröff. Dokumente aus und zu H.s Leben und Werk. Die kenntnisreiche Vorstellung der Werke eröffnet Einblicke sowohl in das intime als auch in das öffentliche Leben H.s. (…) Kasties nennt H.s Lebensweg zu Recht „Biographie der Moderne“. (Helmut Mörchen in Germanistik, 36. Jg, 3-4, 1995)

 

Au total une bonne biographie „à l’américaine“, illustrée par de très nombreux témoignages, qui devrait inciter à redécouvrir et à analyser de manière nouvelle l’œuvre, essentiellement dramatique, de Walter Hasenclever, qui est loin d’avoir connu sa “renaissance”, comme Horvàth ou Marieluise Fleißer. (J.-C. François in Études Germaniques, no. 2, 1996)

 

Wie Hasenclever gelebt und gedacht, geliebt und gelitten hat, das zeichnet Bert Kasties detailgenau in der ersten Hasenclever-Biographie nach. Im Gespräch mit der Witwe Edith, der Schwester und Zeitzeugen folgt er den Spuren des Humanisten mit dessen oft unbekannten Facetten und macht als erster Gebrauch vom umfangreichen Nachlaß. Ausgezeichnet verbindet er dies mit Hasenclevers Werk und interpretiert es auch vor seinem philosophischen Hintergrund. (Willi Bock in Die Welt, 5. Januar 1996)

 

Although the basic organization of the book is chronological, from Hasenclever’s ancestors to his suicide in 1940, Kasties frequently interrupts the chronology to analyze one of the author’s works, trace its publication or performance history, or to cite Hasenclever’s statements on the subject at other points in time. This approach enables him to include a great deal of information and present as complete a picture as possible. (Charles H. Helmetag in Monatshefte, Vol. 89, No. 2, 1997)

 

In ending his book abruptly with Hasenclever’s death, Kasties emphasizes the essentially dramatic quality of his life. By revealing so many influences pulling Hasenclever’s life in different directions, Kasties amply justifies his subtitle. Hasenclever emerges as a far more ‘modernist’ writer, thanks to his painstaking account of his life. Unfortunately its price will almost certainly be beyond the means of most individual scholars and libraries. (Brian Keith-Smith in Modern Language Review, MLR, 92.1, 1997)

 

 

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